Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

 

- diese Kraftwerke sind die grösste CO2 - Ursache in  Europa - der Betreiber RWE ist der grösste Klima-Killer

 

   Europas

 

-  u.a. Arsen, Stickoxide und das starke Nervengift Quecksilber,

 

   497 kg Quecksilber jährlich allein durch das Kraftwerk in Niederaußem.

 

 

 

Wir in Köln sind davon direkt betroffen:

 

- unsere Luft wird dadurch stark belastet, denn wir liegen in der Westwindzone.

 

- unser Trinkwasser besteht aufgrund der extremen Grundwasser-Absenkungen zum Teil

 

  aus Rheinuferwasserfiltraten und ist deshalb nicht frei von Schadstoffen

 

  aus der Industrie (trotz Wasseraufbereitung).

 

 

 

Darüberhinaus  gibt es in Köln selbst auch ein Braunkohlekraftwerk: in Merkenich.

 

 

 

Da kann es nur eine Konsequenz geben:

 

Der sofortige Ausstieg aus der Braunkohle ist notwendig!

 

Praktisch könnte dieser in 2-4 Jahren abgewickelt sein!

 

 

 

Wir engagieren uns gewaltfrei mit vielfältigen Mitteln, auch mit direkten Aktionen

 

des Zivilen Ungehorsams, für:

 

 

 

- Die sofortige Schließung des Braunkohle-Kraftwerks in Köln-Merkenich von Rheinenergie,

 

  der Tagebaue Hambach, Garzweiler und Inden und der Kraftwerke in Niederaussem, Neurath (I und II)

 

  Frimmersdorf und Weisweiler von RWE

 

 

 

- Eine echte Energiewende, u.a. Wind-und Solar-Energiegenossenschaften und

 

  Schutz der Wälder, sowie verantwortliche Nutzung der Böden (z.B. Solidarische  Landwirtschaften)

 

  damit für eine Energie-Demokratie von unten  in selbstverwalteten kleinen Einheiten anstatt der Dominanz

 

  der Energie-Konzerne. Damit haben wir auch erste Ansätze eines Konzeptes für eine "Zukunft ohne 

 

  Braunkohle" im Revier, im bisherigen "RWE-Land".

 

 

 

Dabei arbeiten wir u.a.  mit den verschiedenen Bürgerinitiativen im Revier, mit den AktivistInnen der   

 

Waldbesetzung "Hambacher Forst", mit "AusgeCO2hlt", in Köln mit "TschoeRheinenergie" und Attac Köln zusammen, mit dem Ziel:

 

eine gut vernetzte, solidarische und vielfältige Widerstandskultur wie im Wendland vor Ort hier in der Region mit aufzubauen.

 

 

 

Wir treffen uns im 2-Wochen Rhythmus dienstags um 18:30 Uhr im Allerweltshaus in Köln-Ehrenfeld.

 

6. 1. 2015  /  20. 1. 2015 / usw.

 

 

 

Wir bieten am jeweils 2. Sonntag im Monat  Touren zur Wald- und Wiesenbesetzung am
Hambacher Forst sowie zum Braunkohletagebau Hambach an.

 

Am 11. 1. 2015 / 8. 2. 2015 usw.:
Treffpunkt   I: Bahnhof Ehrenfeld um 11:20 Uhr, S-Bahn-Gleis Richtung Düren
Treffpunkt  II: Bahnhof Buir, Fahrkartenautomat an der Bushaltestelle:
                       kurz nach 12.00 Uhr, d.h. kurz nach Eintreffen des Zuges aus Köln
 
Mitfahrgelegenheit ab Bhf. Buir wird angeboten.

 

Anmeldung unter: alfred_weinberg@web.de oder 0172 4163788

http://sovie-koelner-gruppe-gegen-braunkohle.de/#

 

Wir engagieren uns für SOLIDARISCHE VIELFALT in  der Widerstandskultur im Rheinischen Braunkohlerevier.

 

"KLIMACAMP in Manheim vom 3. - 12.8. im Rheinischen Braunkohlerevier, dem "RWE-Land". Oder
"Germany`s  next Wendland ?" 
 
Das Klimacamp 2012 in Manheim ist gerade zu Ende gegangen, das Klimacamp in Cottbus in der Lausitz, in der anderen grossen Braunkohleregion, hat gerade begonnen.
Die Klimacampbewegung ist in Grossbritannien entstanden und orientiert sich an 4 grundlegenden Elementen : 1. direkte Aktion  2. Vernetzung 3. Bildung von unten 4. selbstorganisiertes, herrschaftskritisches und ökologisches Zusammenleben.
Es waren mehrere hundert Menschen, gleichzeitig ca. 200 auf dem Camp. Jede(r) hat das Camp individuell erlebt.
Ein fiktives Gespräch, der Austausch verschiedener Perspektiven, kann die Vielfalt des Klimacamps
be-greifbarer machen :
Am 12.8. tauschen sich eine junge Campteilnehmerin (A) mit einer Älteren (B) und einem 
Aktivisten (C) über ihre jeweiligen Erfahrungen im Camp aus : siehe weiter unten.
 
Zunächst die Pressemiteilung  :
Klimacamp im Rheinland geht erfolgreich zu Ende - Widerstand gegen Braunkohle geht weiter
Kerpen-Manheim, 11.08.2012 In den letzten neun Tagen haben mehrere hundert Aktivist_innen aus vielen Regionen der Erde das Klimacamp im Rheinland besucht, um gegen den Abbau der klimaschädlichen Braunkohle Widerstand zu leisten. Während dieser Zeit wurde zwei Mal die Hambachbahn mit Sitzblockaden und Ankettaktionen blockiert und so die Kohleversorgung des schmutzigsten Kraftwerks Deutschlands in Niederaußem unterbrochen. „Nur durch teils gewalttätige Räumungen durch die Polizei konnte RWE ihre CO2-Schleudern am Laufen halten, die jährlich über 100 Millionen Tonnen der schädlichen Treibhausgase ausstoßen.“ äußert sich Lisa Schumacher von der Kampagne ausgeCO2hlt.

Auf dem Klimacamp fanden über 50 Bildungsveranstaltungen zu verschiedenen Themen statt, die sich auch mit ökologischen Alternativen zur fossil-kapitalistischen Energieversorgung auseinandersetzten. Im Theaterstück "So heiß gegessen wie gekocht" von der Berliner Compagnie wurden auch viele Anwohner_innen, die vom Braunkohletagebau betroffen sind, über die Folgen des Klimawandels anschaulich und humorvoll aufgeklärt. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch auf dem Camp wurde heiß, biologisch und vegan gekocht, um so ressourcenschonend wie möglich zu leben. Zum Abschluss des Klimacamps fand ein zweitägiges Festival unter dem Motto "Feiern against Climate Change" mit vielen Bands und Musiker_innen aus vielen Teilen Deutschlands statt.

Das Klimcacamp im Rheinland war der Auftakt für einen "heißen August" des Braunkohlewiderstands: vom 11.-19. August findet ein Klima- und Energiecamp im Lausitzer Braunkohlerevier und vom 20. bis zum 26. August ein Klimacamp in Hohenmölsen im Mitteldeutschen Braunkohlerevier statt. Auch im Rheinland sind weitere Aktionen angekündigt: am 15.08. ist ab 10 Uhr eine Kundgebung vor dem Braunkohlekraftwerk Neurath II angemeldet, welches an diesem Tag mit über 400 geladenen Gästen, darunter Hannelore Kraft, eingeweiht wird. Das Motto des Protests ist: "Braunkohle killt das Klima. Hannelore Kraft findet's prima". Ab Anfang Oktober darf RWE wieder im Hambacher Forst roden, um Platz für den Tagebau zu schaffen. Seit April gibt es eine Besetzung, die dann von einer Räumung bedroht ist. Deshalb ist vom 29. September bis 3. Oktober eine Aktionswoche gegen die Abholzung angekündigt. 

„Der Widerstand der letzten Woche kann erst der Anfang des Widerstandes gegen das rheinische Braunkohlerevier sein. Da wir wissen dass Konzerne wie RWE nicht durch Diskussionsbereitschaft auffallen, oder auf Umweltproblematiken eingehen, werden wir einen aktiven Widerstand weiter vorantreiben. Wir brauchen eine Bewegung wie im Wendland um RWEs Irrsinn hier zu stoppen.“ sagt Lisa Schuhmacher. 

Das Gespräch :

A : Für mich war das "andere" Zusammenleben im Camp am wichtigsten,
die selbstverwaltete / organisierte, herrschaftskritische, gewaltfreie, ökologische, solidarische und gerechte Gesellschaft, die wir wollen, im "Kleinen", im Hier und Jetzt schon zu leben.
Die Besuche bei den WaldbesetzerInnen im Hambacher Forst, die ja schon seit Mitte April dort 
in dieser Weise zusammen leben und Widerstand gegen die Erweiterung des Tagebaus und die Zerstörung dieses so schönen Waldes leisten, haben mir sehr Mut gemacht.
Klar manchmal war es schwierig, es gab wie dort, auch hier Kommunikationsprobleme, Missverständnisse , auch Dominanzverhalten, aber insgesamt habe ich mich gut gefühlt.
 
B : Für mich war die Blockade der Kohlebahn die wichtigste Erfahrung. Die Chance, dabei mitzumachen,
hatte ich anfangs nur zögerlich ergriffen - es war meine erste Blockade - eine  "direkte Aktion des zivilen Ungehorsams", ich hatte schon Angst - dann spürte ich die gemeinsame Energie, zusammen können wir unsere Ohnmachtsgefühle überwinden. Klar wir wussten ja, dass die Polizei uns dann wegtragen würde. Wenn wir in den nächsten Jahren immer mehr werden, da bin ich mir sicher, wird unser Widerstand mehr sein als nur ein symbolischer.
 
C : Ich war ja auch in den letzten Jahren in Gorleben, im Wendland, bei den Castor-Blockaden dabei und so weiter. Klar hier sind wir noch relativ wenige, viele  in der Anti-Atom-Bewegung haben sich noch nicht wirklich mit der Problematik des Braunkohleabbaus und der Braunkohlekraftwerke ( auch Steinkohle- ) auseinandergesetzt.
Klar - Klimawandel oder Klimakatastrophe, CO 2 , Treibhauseffekt, Erderwärmung, steigende Meeresspiegel, Schmelzen der Polkappen oder der Kletscher,  mehr Dürrezeiten, Trink-Wassermangel ...das sind Mainstream-Themen in den letzten Jahren gewesen.
"RWE  - der grösste Klimakiller Europas", hier direkt vor den Toren Kölns liegen in einem grossen Masse die Ursachen für die Gefahren des Kilmawandels : wie vielen ist das bewusst. Ich bin aber überzeugt, dass bald viele aus der Anti-Atom-Bewegung uns mehr unterstützen werden, dieses Jahr sind schon mehr dabei als auf dem Klimacamp 2011. Manche sagen : Atomkraft steht für "Unheimliche Strahlung", Kohlekraft für "Vertraute Wärme", wir sollten uns diese (unbewusste) emotionale Besetzung bewusst machen. Ja, das "Unbewusste". Es gab ja auch einen Workshop " Psychoanalytischen Überlegungen zur kollektiven Verleugnung des Klimawandels".

A : Ich fand die Ankettungsaktion von den 5 Aktivisten am Mittwoch eindrucksvoll. Stell Dir vor, dass machen 150 Leute an ganz verschiedenen Stellen der, glaube ich, über 60 Kilometer langen Kohlebahn.
Dann geht RWE die Kohle in den Kraftwerken aus und die  CO2 - Emissionen, Feinstaubbelastungen,
Verschattungen usw. sind zunächst einmal gestoppt.  
Gut fand ich die Workshops mit den Bürgern, den Betroffenen vor Ort, es gab 5 oder 6 Workshops von Vertretern der Bürgerinitiativen, echte "Bildung von unten". Ich habe auch viel gelernt über Feinstaub,
über Umsiedlungen, was es bedeutet, sein Dorf seine Wohnung, verlassen zu müssen ...
 
B : Ja, es waren die unterschiedlichsten Menschen im Klimacamp, aus verschiedensten politischen Strömungen, Lebenswelten oder Szenen. Klar Vernetzung war ja auch ein wichtiges Ziel des Klimacamps. Gelungen ist dies erst in Ansätzen. Am 26.8 werden manche von uns am Treffen der Anti-Atom-Initiativen aus NRW in Köln teilnehmen. "Energiekämpfe" sollen Wirklichkeit werden.
 
A : Ja, es war für mich schwierig, manche Anwohner oder BI `ler wirklich zu verstehen.
Manche wirken im ersten Moment ja doch wie  dominante Spiesser. Die Diskussionshandzeichen für die Kommunikation  in Plena kannten viele  gar nicht. Mittlerweile habe ich zu manchen eine gute Beziehung, ich war auch sogar schon zu hause eingeladen.
 
C : Die Stimmung war schon Klasse. Auch auf dem Musik-Festival " Party against Climate Change".
Oder während der afrikanischen oder griechischen Tänze. Es waren ja tatsächlich Menschen aus Südamerika, Afrika, Asien, aus der ganzen Welt auf dem Camp. Tolle Erfahrungen " Globaler Solidarität" für alle, auch für die AnwohnerInnen.
Viele der Bürger vor Ort sagten ja auch : "Toll, dass Ihr da seid, zwar spät, aber (hoffentlich) nicht zu spät."
 
Die Protestaktion in Grevenbroich - Neurath 3 Tage nach dem Klimacamp :
Ein ganz breites Protest - Bündnis bereitete NRW- Ministerpräsidentin Hanne - Lore Kraft und Bundesumweltminister Peter Altmeier und den ca. 400 geladenen Gästen in ihren Luxus-Limousinen einen bunten / lauten nicht zu übersehenden und überhörenden Empfang.
Vor dem Tor zum Braunkohlekraftwerk Neurath anlässlich der Einweihung des nun modernsten Braunkohle-Kraftwerks der Welt mit dennoch gigantischen CO 2 - Emissionen pro Jahr ( ca. 16 Millionen Tonnen ) versammelten sich am 15.8.2012 ab 10 Uhr  Vertreter des BUND, der Klima-Allianz, der BUND-Jugend, zahlreicher Bürgerinitiativen aus dem Rheinischen Braunkohlerevier, der Kampagne / dem Bündnis "AusgeCO2hlt", der Klimacamper Manheim, Robin Wood, Attac, der Grünen Jugend, auch EinzelkämpferInnen unter dem Motto : " Braunkohle killt das Klima, Hanne-Lore Kraft findet`s prima!"
Diesmal auf Einladung des BUND.
Die Forderungen auf den vielen Bannern bzw. Transparenten waren aber ebenfalls vielfältig.
Die unterschiedlichen Forderungen nach einem "Braunkohleausstiegsgesetz" oder "Braunkohle blockieren", "Wald statt Kohle" (Erhaltung des (Restes) des Hambacher Forstes, "Braunkohleausstieg Sofort", "Schluss mit Feinstaub, Radioaktivität und Grobstaub = Zerstörung unserer Gesundheit",
"Schluss mit Umsiedlungen oder Bergschäden an unseren Häusern" bis zu "System Change - not Climate Change" wurden auch in die zahlreichen Mikrophone der verschiedenen TV- und Printmedien gesprochen und erklärt.
Eine Konferenz, eine eintägige gut vorbereitete Veranstaltung mit allen, die sich im Widerstand im Rheinischen Braunkohlerevier engagieren, wird immer notwendiger, um den vielfältigen 
Widerstand noch mehr zu koordinieren und damit effektiver zu gestalten.
Die gemeinsame Plattform, der gemeinsame Konsens der verschiedenen Spektren des Widerstands muss immer wieder weiterentwickelt werden. Der offene Diskurs über Differenzen ist genauso notwendig - denn Vielfalt in der Einheit, ebenso Einheit in der Vielfalt will geübt sein. 
Respektvolle und offene gegenseitige Kritik wird den Widerstand stärken - "ein Mosaik" aus juristischen Auseinandersetzungen, vielseitiger  Öffentlichkeitsarbeit, aus direkten Aktionen des "Zivilen Ungehorsams" oder auch "direct action" in anarchistischer Lesart.
Der Widerstand wird sich nicht, in für die Herrschenden, für RWE, ungefährliche Bahnen lenken lassen.
Direkte Aktionen sind das "Herz" des Widerstands.
E.W.
 
 
 

SoVie -  Solidarische Vielfalt 

Kölner Gruppe gegen Braunkohle

 

Alle Aktivitäten ruhen zur Zeit !

SoVie hatte vor allem "Das Bündnis gegen Braunkohle im Rheinischen Braunkohle-Revier" unterstützt.

 

Mit folgenden Organisationen haben wir - SoVie - enger zusammengearbeitet:

 

http://www.ausgeco2hlt.de/

 

http://www.lebenslaute.net/

 

http://hambacherforst.blogsport.de/

 

http://www.tschoe-rheinenergie.de/

 

https://ende-gelände.org/

 

http://www.attac-koeln.de/

 

http://www.kritischeaktionaere.de/

 

http://www.netzwerk-zugabe.de/

 

auch mit folgenden Verbänden und Gross-Organisationen bzw. mit ihren regionalen Untergruppierungen:

 

http://www.bund-nrw.de/

http://www.greenpeace-koeln.de/

http://www.die-linke-im-regionalrat-koeln.de/aktuell/

http://www.nrw.rosalux.de/

 

und  auch nicht zuletzt mit verschiedenen Bürgerinitiativen im Rheinischen Braunkohlerevier u.a. mit

 

http://www.buirerfuerbuir.de/   in Buir in der Nähe des HAMBACHER FORSTES (Ur-Waldes)

 

http://www.ib50189.de/  (BI in Elsdorf-Berrendorf) am Tagebau Hambach

 

http://www.netzbege.de/    (Netzwerk Bergbaugeschädigter)

 

http://das-gelbe-band.com/   ( Wanlo - am Tagebaurand Garzweiler)

 

http://zukunft-statt-braunkohle.de/ueber-uns/  HIER :

vor allem mit "LOB - Leben Ohne Braunkohle - Pulheim-Stommeln"

 

mit der Bürgerinitiative gegen BoA-Erweiterung Niederaußem ( "Big BEN" )  (in Bergheim)

 

mit Engagierten Bürgern aus Niederzier ( zwischen den Tagebauen INDEN und HAMBACH )

 

ebenfalls mit Engagierten Bürgern aus Erkelenz und den Nachbar-Gemeinden, wie Borschemisch,

Keyenberg, Immerath usw. ( am Tagebau Garzweiler ) und vielen anderen, z.B. mit den

Künstler*innen gegen Braunkohle

 

 

------------------------------------------------------------------------

 

 

 

Der Sofortausstieg ist möglich!

 

 Atomkraft und Braunkohle auf einen Streich

von Anika Limbach, AntiAtomBonn


Es gibt Gerüchte, die sich hartnäckig halten. So behaupten viele Skeptiker, das sofortige Stilllegen der restlichen Atomkraftwerke sei nicht möglich wegen fehlender Kapazitäten. Andere glauben, ein Sofortausstieg schade dem Klima, da er mit einen höheren CO2- Ausstoß verbunden sei.

Beides ist jedoch falsch. Ein Blick auf die neusten Zahlen und Fakten bestätigt mehr denn je: Wir könnten sofort auf Atomstrom verzichten und gleichzeitig alle Braunkohlekraftwerke abschalten:

 

Datenquelle: Bundesnetzagentur November 2014

 

KURZFASSUNG:

Angenommen wird hier ein Extremfall, der im Grunde nur theoretisch auftritt, nämlich der Fall, dass bei extrem hohem Stromverbrauch in Deutschland die Sonne nicht scheint, der Wind nicht weht und darüber hinaus die gesamte Reserveleistung gebraucht wird.
Selbst in diesem Fall gäbe es ohne Atomkraftwerke noch eine Überkapazität von 21,7 GW! Eine gleichzeitige Stilllegung aller Braunkohlekraftwerke wäre also möglich, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Doch was ist mit der potentiellen "Stromlücke" in Süddeutschland, die ein Sofortausstieg angeblich mit sich bringt?
Bei genauer Betrachtung stellt sich heraus, dass Bayern (abzüglich der AKW) zur Jahreshöchstlast ein potentielles "Stromdefizit" von 1,4 GW zu verzeichnen hätte. Diese Unterdeckung ließe sich mittels der bestehenden Übertragungsnetze problemlos ausgleichen (siehe Langfassung).

Der Strompreis wird durch die Energiewende sinken, darin sind sich alle seriösen Fachleute einig. Auch kurzfristig gesehen müssten Normalverbraucher durch einen Sofortausstieg nicht unbedingt tiefer in die Tasche greifen.

 

Diese Aufstellung haben wir seit 2012 mindestens einmal jährlich aktualisiert. Dies ist nun die 4. Version.

In der Langfassung haben wir dieses Mal in der "regionalen Betrachtung" nicht nur Bayern, sondern auch Norddeutschland und den extremen Stromüberschuss an sehr windreichen Tagen in den Blick genommen:

Hier die Langfassung als pdf downloaden.

 

aktualisiert am 24.01.2015, Anika Limbach

 

 

 

 -------------------------------------------------------------------------------------

 

- diese Kraftwerke sind die grösste CO2 - Ursache in  Europa - der Betreiber RWE ist der grösste Klima-Killer

 

   Europas

 

-  u.a. Arsen, Stickoxide und das starke Nervengift Quecksilber,

 

   497 kg Quecksilber jährlich allein durch das Kraftwerk in Niederaußem.

 

 

 

Wir in Köln sind davon direkt betroffen:

 

- unsere Luft wird dadurch stark belastet, denn wir liegen in der Westwindzone.

 

- unser Trinkwasser besteht aufgrund der extremen Grundwasser-Absenkungen zum Teil

 

  aus Rheinuferwasserfiltraten und ist deshalb nicht frei von Schadstoffen

 

  aus der Industrie (trotz Wasseraufbereitung).

 

 

 

Darüberhinaus  gibt es in Köln selbst auch ein Braunkohlekraftwerk: in Merkenich.

 

 

 

Da kann es nur eine Konsequenz geben:

 

Der sofortige Ausstieg aus der Braunkohle ist notwendig!

 

Praktisch könnte dieser in 2-4 Jahren abgewickelt sein!

 

 

 

Wir engagieren uns gewaltfrei mit vielfältigen Mitteln, auch mit direkten Aktionen

 

des Zivilen Ungehorsams, für:

 

 

 

- Die sofortige Schließung des Braunkohle-Kraftwerks in Köln-Merkenich von Rheinenergie,

 

  der Tagebaue Hambach, Garzweiler und Inden und der Kraftwerke in Niederaussem, Neurath (I und II)

 

  Frimmersdorf und Weisweiler von RWE

 

 

 

- Eine echte Energiewende, u.a. Wind-und Solar-Energiegenossenschaften und

 

  Schutz der Wälder, sowie verantwortliche Nutzung der Böden (z.B. Solidarische  Landwirtschaften)

 

  damit für eine Energie-Demokratie von unten  in selbstverwalteten kleinen Einheiten anstatt der Dominanz

 

  der Energie-Konzerne. Damit haben wir auch erste Ansätze eines Konzeptes für eine "Zukunft ohne 

 

  Braunkohle" im Revier, im bisherigen "RWE-Land".

 

 

 

Dabei arbeiten wir u.a.  mit den verschiedenen Bürgerinitiativen im Revier, mit den AktivistInnen der   

 

Waldbesetzung "Hambacher Forst", mit "AusgeCO2hlt", in Köln mit "TschoeRheinenergie" und Attac Köln zusammen, mit dem Ziel:

 

eine gut vernetzte, solidarische und vielfältige Widerstandskultur wie im Wendland vor Ort hier in der Region mit aufzubauen.

 

 

 

Wir treffen uns im 2-Wochen Rhythmus dienstags um 18:30 Uhr im Allerweltshaus in Köln-Ehrenfeld.

 

6. 1. 2015  /  20. 1. 2015 / usw.

 

 

 

Wir bieten am jeweils 2. Sonntag im Monat  Touren zur Wald- und Wiesenbesetzung am
Hambacher Forst sowie zum Braunkohletagebau Hambach an.

 

Am 11. 1. 2015 / 8. 2. 2015 usw.:
Treffpunkt   I: Bahnhof Ehrenfeld um 11:20 Uhr, S-Bahn-Gleis Richtung Düren
Treffpunkt  II: Bahnhof Buir, Fahrkartenautomat an der Bushaltestelle:
                       kurz nach 12.00 Uhr, d.h. kurz nach Eintreffen des Zuges aus Köln
 
Mitfahrgelegenheit ab Bhf. Buir wird angeboten.

 

Anmeldung unter: alfred_weinberg@web.de oder 0172 4163788

http://sovie-koelner-gruppe-gegen-braunkohle.de/#

 

 

 

 

Hier machen wir mit:

Beispiel für das gemeinsame Engagement vom Bündnis gegen Braunkohle:

Ein offener Brief:

Für die Bündnispartner des „Bündnis gegen Braunkohle“ (Aktionsbündnis Stommeler Bürger Leben ohne Braunkohle, Ausgeco2hlt, Attac Köln, Bürgerintiative Buirer für Buir,Das gelbe Band, Die Linke SV Kerpen, Initiative Bergbaugeschädigte 50189, Occupy Köln, Solidarische Vielfalt Kölner Gruppe gegen Braunkohle)

 

Thomas Ristow

 

Kierdorfer Str.19

 

50196 Kerpen

 

An

 

Innenminister Ralf Jäger

 

Landrat Wolfgang Spelthahn, w.spelthahn@kreis-dueren.de

 

RWE Power AG, Opernplatz 1, 45128 Essen

 

Polizeidienststellen NRW, poststelle.lzpd@polizei.nrw.de

 

Fraktionsvorsitzende, Landtag NRW

 

SPD, Norbert Römer, norbert.roemer@landtag.nrw.de

 

CDU, Armin Laschet, armin.laschet@landtag.nrw.de

 

Grüne, Reiner Priggen, reiner.priggen@landtag.nrw.de

 

Piraten, Dr. Joachim Paul, joachim.paul@landtag.nrw.de

 

Westdeutscher Rundfunk, redaktion@wdr.de

 

Spiegel-Redaktion, spiegel_online@spiegel.de

 

Kölner Stadtanzeiger, Peter.Pauls@ksta.de

 

Ruhr Nachrichten, leserinfo@mdhl.de

 

Rundschau Online, online@mds.de

 

Kerpen, den 14. November 2014

 

Betrifft: Ereignisse im Hambacher Forst am 30.10.2014

 

Hiermit möchten wir möchten auf das Schärfste protestieren:

 

  • über die Festnahmen durch die RWE-Sicherheitsmitarbeiter,

  • das Verhalten der Polizei,

  • die Berichterstattung durch einige Medien.

 

Aus unserer Sicht scheint es eine Unverhältnismäßigkeit der Mittel bezüglich der Maßnahmen am 30.10.2014 zu geben.

 

Wir haben auf der einen Seite etwa 14 Naturschützer, junge Frauen und Männer im Alter von etwa 20-25 Jahren, die sich vegan ernähren und damit ihr Interesse bekunden, anderen Lebewesen kein Leid zuzufügen.

 

Demgegenüber stehen ca. 12 Sicherheitsmitarbeiter der RWE Power AG und später mehrere Hundertschaften von Polizisten mit Hunden.

 

Aus den Berichten der jungen Menschen haben wir erfahren, dass die Sicherheitsmitarbeiter mit Stöcken bewaffnet waren und die Naturschützer einseitig angegriffen haben.

 

Nach den Skandalen wegen des Verhaltens von privaten Sicherheitsmitarbeitern in den Flüchtlingsheimen möchten wir nun gerne wissen: Welche Ausbildung haben die Sicherheitsleute der RWE Power AG? Welche Qualifikationen werden erwartet? Besteht eine Schulung bzw. Ausbildung im Konfliktmanagement? Haben die Personen eine Fortbildung bzw. Erfahrung in Deeskalation? Soweit wir informiert sind, gibt es eine genaue Festlegung der Kompetenzen von Sicherheitskräften: sie dürfen reden, die Polizei rufen und Menschen mit begrenzten Mitteln festhalten. Würgen, Schlagstockeinsatz, das Benutzen von Kabelbindern, Einsperren in Bauzäunen und Bedrohungen gehören nicht dazu!

 

Uns ist mitgeteilt worden, dass die Sicherheitsmitarbeiter der RWE sich den Naturschützern aggressiv und provokant genähert haben. Sie sollen, mit Stöcken bewaffnet, sich auf einen jungen Mann gestürzt haben und ihn mit Schlägen attackiert haben.

 

Junge Frauen sind nach unseren Informationen auf die Erde gedrückt worden, man hat ihnen die Gelenke verdreht, sie bedroht und beschimpft. Uns wurde von verschiedenen verbalen, sexuell diskriminierenden Äußerungen berichtet. So wurde eine junge Frau ständig mit „Baby“ angesprochen. Außerdem wurde von einer jungen Frau berichtet, die an diesem Tag ein Kleid an hatte, dass man ihr, während sie gefesselt auf dem Boden lag, das Kleid hochgezogen hat. Dies sind eindeutig erniedrigende sexuelle Demütigungen! Den jungen Menschen wurden mit Kabelbindern die Hände verbunden und sie mussten ca. 2 Stunden auf dem Boden liegend ausharren, bis die Polizei kam. Beweismittel dieser Situation wurden beschlagnahmt, durch die Polizei eingezogen und sind bis heute nicht aufgetaucht.

 

Nun kommt unser zweites Unverständnis:

 

Wie kann es sein, dass die Polizei erst ca. 2 Stunden später kam, aber dafür in mehreren Hundertschaften und mit Hunden.

 

Wir vermuten, dass man davon ausging, dass die Naturschützer sich straffällig verhalten haben. Allerdings konnte man die Straftaten nicht benennen. Obwohl es die Aufgabe der Polizei ist, in alle Richtungen zu ermitteln, hat man hier offensichtlich die jungen Menschen vorverurteilt und wie Schwerverbrecher behandelt.

 

Diese unverhältnismäßige Behandlung wurde in den Arrestzellen der Polizei weitergeführt. So hat man ihnen beispielsweise keine vegane Nahrung zukommen lassen.

 

Uns erscheint es absurd, dass man den Naturschützern nicht nur die Rolle der einseitigen Aggressoren zuerkennt, sondern dass sie als „Bombenleger“ diskreditiert werden, so wie es auch in der Presse später verbreitet wurde.

 

Dass im Hambacher Forst Waffen aus dem 2. Weltkrieg liegen, ist hinlänglich bekannt. Den Naturschützern zu unterstellen, diese zu gebrauchen, um Menschen zu schädigen, ist Rufmord.

 

Vielmehr stellen wir uns die Frage, warum solche gefährlichen Kampfstoffe überhaupt noch im Wald liegen und nicht bereits beseitigt bzw. entschärft wurden.

 

Menschen, die bereit sind, für das Allgemeinwohl (Klimaschutz) mit Engagement einzutreten, wurden in der regionalen und überregionalen Presse als Kriminelle dargestellt.

 

Es scheint sich aus unserer Sicht um eine zweckgebundene Kriminalisierung und Propaganda zu handeln, um die privaten Interessen eines Energiekonzerns zu schützen und das unverhältnismäßige Agieren der Polizei zu legitimieren.

 

Wir bezweifeln die Rechtmäßigkeit dieser unverhältnismäßigen Polizeiaktion! Vor diesem Hintergrund bitten wir daher um die umgehende Freilassung des jungen Mannes, der sich noch in Aachen in Haft befindet!

 

Wir bitten die Zuständigen um Klärung und erwarten selbstverständlich von den zuständigen Behörden Neutralität, Unvoreingenommenheit und Augenmaß.

 

So kann es nicht sein, dass bei der Demonstration der Hooligans in Köln bei 5.000 zum Teil alkoholisierten und bekannt gewaltbereiten Demonstranten 1.500 Polizisten im Einsatz waren, und im Hambacher Forst bei höchstens 25–30 Naturschützern mehrere Hundertschaften von Polizisten mit Hunden.

 

Diese Diskrepanz bitten wir zu klären und zu erklären!

Für das Bündnis gegen Braunkohle Thomas Ristow

Absender

Für die Bündnispartner des „Bündnis gegen Braunkohle“

Thomas Ristow

Kierdorfer Str.19

50196 Kerpen