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Bildergalerie

Bündnis-Treffen Januar 2015Bündnis-Treffen Januar 2015

 

Konferenz: Kampf ums Klima

http://kampfumsklima.org/ 

Programm

Zu den einzelnen Workshops gehts hier.

Freitag 10.04.15
Samstag 11.04.15.
Sonntag 12.04.15
 
 
hier ein Ausschnitt aus dem Programm:
Freitag:
17:00 - 18:00
Ankommen, Registrierung
18:00 - 20:00
Begrüßung,
 
Selbstvorstellung der Organisationen: Pecha Kucha
 
 
& Imbiss
20:00 - 20:15
20:15 - 22:00  Grusswort von Naomi Klein - „Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima"
 
1. FC Blockadia: Köln-Rheinland - Paris! ‚Blockadia’ nennt Naomi Klein das lose Netzwerk sozialer Bewegungen, die sich überall auf der Welt den extraktiven Industrien und dem kapitalistischen Raubbau an unseren Lebensgrundlagen entgegenstellen. Gelegentlich auch mit Mitteln des zivilen Ungehorsams. Unsere Konferenz ist ein Ort, an dem sich dieses Netzwerk trifft. Wir fragen: wie steht es eigentlich im Kampf ums Klima - global, bundesweit, und im Rheinland? Und wie sieht der Kampf hierzulande eigentlich aus der Perspektive des globalen Südens aus? - Naomi Klein: Video-Grußbotschaft (Journalistin mit Rückgrat) Alexis Passadakis (attac) Daniela Setton (Energie- und Klimaexpertin) Tina Keller (AusgeCO2hlt, Ende Gelände) Joanna Cabello (Carbontradewatch) Moderation: Tadzio Müller (Rosa Luxemburg Stiftung)

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2015 Rheinisches Braunkohlerevier:

Aktion 2015: Andante an der Kante

Musikalische Baggerblockade am rheinischen Braunkohletagebau

Mit einer konzertanten Baggerblockade und anschließender musikalischer Nachtwache unterstützt Lebenslaute in diesem Jahr den Widerstand gegen den Braunkohletagebau im Rheinland. Wir werden konkret eingreifen.

=> Aktionsvorbereitungs- und Probewochenende in Buir: 26. bis 28. Juni 2015
=> Aktionstage Rheinisches Kohlerevier / Buir: 19. bis 24. August 2015

Für die Lebenslaute-Aktion 2015 suchen wir wieder geübte SängerInnen und Orchester-Musiker_innen sowie sehr gerne auch Unterstützer*innen!

Kontakt und Anmeldung: lebenslaute2015@riseup.net

 .

 .=> Aufruf, Konzertprogramm und mehr: Aktion 2015

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+ Pressekontakt: Tel: .01578 711 4306, presse@lebenslaute.net +

Aktion | Fotos | Medienberichte | Material | Aufruf | Konzertprogramm | Wir suchen

Musikalische Baggerblockade am rheinischen Braunkohletagebau

Mit unserem Aktionskonzert stoppen wir einen Riesenbagger beim Kohleabbau und legen ihn auch über Nacht lahm. Wir solidarisieren uns mit den AktivistInnen vor Ort, die seit Jahren gegen den Wahnsinn/Unsinn des Tageabbaus protestieren. Insbesondere unterstützen wir Ende Gelände, eine Massenaktion Zivilen Ungehorsams, die eine Woche zuvor ebenfalls im Rheinischen Kohlerevier stattfindet. Schluss mit Atom und Kohle! (Aufruf)

Wir suchen geübte SängerInnen, und Orchester-Musiker_innen! Auch Unterstützer*innen sind willkommen (z.B. Camp, Küche, Computer, Kinderbetreuung)!

Wir bitten alle, die sich musikalisch beteiligen wollen, schon vor dem Probenwochenende ihren Instrumenten- und Chorpart zu üben! Noten werden wir rechtzeitig zur Verfügung stellen.

MusikerInnen können sich unabhängig von den Aktionswochen auf unseren zweisprachig deutsch-englischen E-Mail-Newsletter(bis 5-mal jährlich) eintragen oder Vorschläge für zukünftige Aktionsthemen und -orte schreiben.

 .

>> Aktionsbericht (folgt)

>> Fotos (folgen)

Fotos stehen zur freien Verfügung bei Nennung der angegebenen UrheberIn.

>> Medienberichte (folgen)

Aktionsberichte

Vorberichte

>> Material (folgt)

Pressemitteilungen:

 .

>> Aufruf (Text auf deutsch + english call-to-act + order & download files)

Andante an der Kante

Der Braunkohle-Tagebau und die sich anschließende Verstromung beeinträchtigen die Gesundheit, gefährden das Leben und verändern das Klima. Gemeinsam mit der Atomkraft ist es eine überholte Form der Energiegewinnung. Jede neue Betriebsgenehmigung und die Pläne zur Fortführung der Tagebaue bis 2070 verhindern die begonnene Energiewende.

In Deutschland gibt es vor allem drei Braunkohle-Abbaustellen: Die riesigen Reviere Lausitz (bei Cottbus/Hoyerswerda/Zittau, Konzern Vattenfall) und Rheinland (bei Inden/Garzweiler/Hambach, Konzern RWE) sowie das Mitteldeutsche Revier (Südraum Leipzig). Lebenslaute wird in diesem Jahr die im Rheinischen Revier geplanten Aktionen unterstützen.

Braunkohlefeinstaub ist giftig. Er enthält u.a. Uran, Quecksilber und andere Schwermetalle. Beim Braunkohleabbau wird er aufgewirbelt, in den angrenzenden Kohlekraftwerken mit der Verbrennungsluft ausgeblasen und in den umliegenden Gemeinden verteilt. In den betroffenen Regionen trägt er maßgeblich zur Feinstaubbelastung bei, die nicht nur in Deutschland eines der größten Umweltprobleme darstellt.

Tagebaue zerstören Lebensraum. Hunderte von Quadratkilometern werden umgegraben, der Grundwasserspiegel der Region wird deutlich abgesenkt. Millionen von Bäumen werden vernichtet. Die Bergbaufolgelandschaft gefährdet die Wasserqualität. Im Rheinischen Revier wurden 40.000 Menschen zwangsumgesiedelt, um den Baggern Platz zu machen. Einige der Betroffenen leiden nachhaltig an diesen traumatischen Erfahrungen. Allein die Verbrennung der Rheinland-Kohle verursacht einen CO2-Ausstoß von 100 Millionen Tonnen jährlich. Das sind 10% der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Treibhausgase führen zu weiterer Erderwärmung, dem Anstieg des Meeresspiegels und der Vernichtung von Lebensraum weltweit.

Die großen Energiekonzerne und die kapitalistische Profitlogik haben die Politik fest im Griff. Deshalb verlassen wir uns nicht auf Lobby-Arbeit oder Wahlen. Nur eine Woche nach „Ende Gelände“, einer Massenaktion Zivilen Ungehorsams gegen den Braunkohletagebau (14.-16.08.15), wollen wir mit Orchester und Chor die vielen lokalen Initiativen unterstützen, die bereits seit Jahrzehnten gegen den Braunkohle-Wahnsinn kämpfen. Lebenslaute will am 23./24.08.15 mit einem Konzert einen der riesigen Bagger an der Abbruchkante blockieren und den Betrieb mit einer musikalischen Nachtwache stören. Wir fordern:

Sofortiger Stopp des Braunkohle-Tagebaus!
Dezentrale, komplett regenerative Energieerzeugung jetzt!

Lebenslaute Flyer 2015: deutschsprachige Druckerei-Flugis bestellen.

Flyer ansehen und verlinken (Webversionen farbig): deutsch + english (ca. 800 KB).
Flyer selbst nachdrucken (Druckversionen, “high-res”-hochauflösend): deutsch + english.
Aufruftexte ohne Abbildungen (je 2 Seiten: front & back): Zwei-sprachige Gesamtdatei de+en
+ einzelne Aufruf-Textfiles auf deutsch, englisch/english, bald auf französisch, …

Meldet Euch gerne, wenn Ihr den Aufruftext in andere Sprachen als Deutsch, Englisch und Französisch übersetzen wollt oder zu den bisherigen Übersetzungen Korrekturvorschläge habt! .

 .

>> Konzertprogramm

L. von Beethoven: 1. Satz “Erwachen heiterer Gefühle: Allegro” der 6. Sinfonie op. 68 “Pastorale”
E. Grieg: “In der Halle des Bergkönigs” aus der “Peer Gynt Suite” op. 46
G. Ph. Telemann: Auszüge (“Der Morgen”) der Kantate “Die Tageszeiten” TWV 20:39
H. Wolf: “Der Feuerreiter” (1888/1892) nach dem Gedicht von Eduard Mörike

À-Capella-Chöre von H. Distler, F. Hensel, F. Mendelssohn, F. Schubert, K. Weill u.a.

Selbstorganisiert kann hinzukommen Folk, Jazz, Kammermusik, Improvisieren, Theater… – Auftritte anderer Gruppen von AktionsteilnehmerInnen sind in der Gesamtlänge unserer Konzertaktion herzlich willkommen! .

 .

>> Wir suchen…

Wir suchen geübte SängerInnen, Orchester-Musiker_innen und sehr gerne auch Unterstützer*innen!

Eine Anmeldung ist erforderlich. Wir bitten alle, die sich musikalisch beteiligen wollen, schon vor dem Probenwochenende ihren Instrumenten- und Chorpart zu üben! Noten werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

MusikerInnen können sich unabhängig von den Aktionswochen auf unseren zweisprachig deutsch-englischen E-Mail-Newsletter (bis 5-mal jährlich) eintragen oder Vorschläge für zukünftige Aktionsthemen und -orte schreiben.

 

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mit folgenden Organisationen arbeiten wir - SoVie - enger zusammen:

 

http://www.ausgeco2hlt.de/

 

http://hambacherforst.blogsport.de/

 

http://www.tschoe-rheinenergie.de/

 

http://www.attac-koeln.de/

 

http://www.kritischeaktionaere.de/

 

http://www.netzwerk-zugabe.de/

 

und mit verschiedenen Bürgerinitiativen im Rheinischen Braunkohlerevier

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Der Sofortausstieg ist möglich!

 

 Atomkraft und Braunkohle auf einen Streich

von Anika Limbach, AntiAtomBonn


Es gibt Gerüchte, die sich hartnäckig halten. So behaupten viele Skeptiker, das sofortige Stilllegen der restlichen Atomkraftwerke sei nicht möglich wegen fehlender Kapazitäten. Andere glauben, ein Sofortausstieg schade dem Klima, da er mit einen höheren CO2- Ausstoß verbunden sei.

Beides ist jedoch falsch. Ein Blick auf die neusten Zahlen und Fakten bestätigt mehr denn je: Wir könnten sofort auf Atomstrom verzichten und gleichzeitig alle Braunkohlekraftwerke abschalten:

 

Datenquelle: Bundesnetzagentur November 2014

 

KURZFASSUNG:

Angenommen wird hier ein Extremfall, der im Grunde nur theoretisch auftritt, nämlich der Fall, dass bei extrem hohem Stromverbrauch in Deutschland die Sonne nicht scheint, der Wind nicht weht und darüber hinaus die gesamte Reserveleistung gebraucht wird.
Selbst in diesem Fall gäbe es ohne Atomkraftwerke noch eine Überkapazität von 21,7 GW! Eine gleichzeitige Stilllegung aller Braunkohlekraftwerke wäre also möglich, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Doch was ist mit der potentiellen "Stromlücke" in Süddeutschland, die ein Sofortausstieg angeblich mit sich bringt?
Bei genauer Betrachtung stellt sich heraus, dass Bayern (abzüglich der AKW) zur Jahreshöchstlast ein potentielles "Stromdefizit" von 1,4 GW zu verzeichnen hätte. Diese Unterdeckung ließe sich mittels der bestehenden Übertragungsnetze problemlos ausgleichen (siehe Langfassung).

Der Strompreis wird durch die Energiewende sinken, darin sind sich alle seriösen Fachleute einig. Auch kurzfristig gesehen müssten Normalverbraucher durch einen Sofortausstieg nicht unbedingt tiefer in die Tasche greifen.

 

Diese Aufstellung haben wir seit 2012 mindestens einmal jährlich aktualisiert. Dies ist nun die 4. Version.

In der Langfassung haben wir dieses Mal in der "regionalen Betrachtung" nicht nur Bayern, sondern auch Norddeutschland und den extremen Stromüberschuss an sehr windreichen Tagen in den Blick genommen:

Hier die Langfassung als pdf downloaden.

 

aktualisiert am 24.01.2015, Anika Limbach

 

 

 

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- diese Kraftwerke sind die grösste CO2 - Ursache in  Europa - der Betreiber RWE ist der grösste Klima-Killer

 

   Europas

 

-  u.a. Arsen, Stickoxide und das starke Nervengift Quecksilber,

 

   497 kg Quecksilber jährlich allein durch das Kraftwerk in Niederaußem.

 

 

 

Wir in Köln sind davon direkt betroffen:

 

- unsere Luft wird dadurch stark belastet, denn wir liegen in der Westwindzone.

 

- unser Trinkwasser besteht aufgrund der extremen Grundwasser-Absenkungen zum Teil

 

  aus Rheinuferwasserfiltraten und ist deshalb nicht frei von Schadstoffen

 

  aus der Industrie (trotz Wasseraufbereitung).

 

 

 

Darüberhinaus  gibt es in Köln selbst auch ein Braunkohlekraftwerk: in Merkenich.

 

 

 

Da kann es nur eine Konsequenz geben:

 

Der sofortige Ausstieg aus der Braunkohle ist notwendig!

 

Praktisch könnte dieser in 2-4 Jahren abgewickelt sein!

 

 

 

Wir engagieren uns gewaltfrei mit vielfältigen Mitteln, auch mit direkten Aktionen

 

des Zivilen Ungehorsams, für:

 

 

 

- Die sofortige Schließung des Braunkohle-Kraftwerks in Köln-Merkenich von Rheinenergie,

 

  der Tagebaue Hambach, Garzweiler und Inden und der Kraftwerke in Niederaussem, Neurath (I und II)

 

  Frimmersdorf und Weisweiler von RWE

 

 

 

- Eine echte Energiewende, u.a. Wind-und Solar-Energiegenossenschaften und

 

  Schutz der Wälder, sowie verantwortliche Nutzung der Böden (z.B. Solidarische  Landwirtschaften)

 

  damit für eine Energie-Demokratie von unten  in selbstverwalteten kleinen Einheiten anstatt der Dominanz

 

  der Energie-Konzerne. Damit haben wir auch erste Ansätze eines Konzeptes für eine "Zukunft ohne 

 

  Braunkohle" im Revier, im bisherigen "RWE-Land".

 

 

 

Dabei arbeiten wir u.a.  mit den verschiedenen Bürgerinitiativen im Revier, mit den AktivistInnen der   

 

Waldbesetzung "Hambacher Forst", mit "AusgeCO2hlt", in Köln mit "TschoeRheinenergie" und Attac Köln zusammen, mit dem Ziel:

 

eine gut vernetzte, solidarische und vielfältige Widerstandskultur wie im Wendland vor Ort hier in der Region mit aufzubauen.

 

 

 

Wir treffen uns im 2-Wochen Rhythmus dienstags um 18:30 Uhr im Allerweltshaus in Köln-Ehrenfeld.

 

6. 1. 2015  /  20. 1. 2015 / usw.

 

 

 

Wir bieten am jeweils 2. Sonntag im Monat  Touren zur Wald- und Wiesenbesetzung am
Hambacher Forst sowie zum Braunkohletagebau Hambach an.

 

Am 11. 1. 2015 / 8. 2. 2015 usw.:
Treffpunkt   I: Bahnhof Ehrenfeld um 11:20 Uhr, S-Bahn-Gleis Richtung Düren
Treffpunkt  II: Bahnhof Buir, Fahrkartenautomat an der Bushaltestelle:
                       kurz nach 12.00 Uhr, d.h. kurz nach Eintreffen des Zuges aus Köln
 
Mitfahrgelegenheit ab Bhf. Buir wird angeboten.

 

Anmeldung unter: alfred_weinberg@web.de oder 0172 4163788

http://sovie-koelner-gruppe-gegen-braunkohle.de/#

 

 

 

 

Hier machen wir mit:

Beispiel für das gemeinsame Engagement vom Bündnis gegen Braunkohle:

Ein offener Brief:

Für die Bündnispartner des „Bündnis gegen Braunkohle“ (Aktionsbündnis Stommeler Bürger Leben ohne Braunkohle, Ausgeco2hlt, Attac Köln, Bürgerintiative Buirer für Buir,Das gelbe Band, Die Linke SV Kerpen, Initiative Bergbaugeschädigte 50189, Occupy Köln, Solidarische Vielfalt Kölner Gruppe gegen Braunkohle)

 

Thomas Ristow

 

Kierdorfer Str.19

 

50196 Kerpen

 

An

 

Innenminister Ralf Jäger

 

Landrat Wolfgang Spelthahn, w.spelthahn@kreis-dueren.de

 

RWE Power AG, Opernplatz 1, 45128 Essen

 

Polizeidienststellen NRW, poststelle.lzpd@polizei.nrw.de

 

Fraktionsvorsitzende, Landtag NRW

 

SPD, Norbert Römer, norbert.roemer@landtag.nrw.de

 

CDU, Armin Laschet, armin.laschet@landtag.nrw.de

 

Grüne, Reiner Priggen, reiner.priggen@landtag.nrw.de

 

Piraten, Dr. Joachim Paul, joachim.paul@landtag.nrw.de

 

Westdeutscher Rundfunk, redaktion@wdr.de

 

Spiegel-Redaktion, spiegel_online@spiegel.de

 

Kölner Stadtanzeiger, Peter.Pauls@ksta.de

 

Ruhr Nachrichten, leserinfo@mdhl.de

 

Rundschau Online, online@mds.de

 

Kerpen, den 14. November 2014

 

Betrifft: Ereignisse im Hambacher Forst am 30.10.2014

 

Hiermit möchten wir möchten auf das Schärfste protestieren:

 

  • über die Festnahmen durch die RWE-Sicherheitsmitarbeiter,

  • das Verhalten der Polizei,

  • die Berichterstattung durch einige Medien.

 

Aus unserer Sicht scheint es eine Unverhältnismäßigkeit der Mittel bezüglich der Maßnahmen am 30.10.2014 zu geben.

 

Wir haben auf der einen Seite etwa 14 Naturschützer, junge Frauen und Männer im Alter von etwa 20-25 Jahren, die sich vegan ernähren und damit ihr Interesse bekunden, anderen Lebewesen kein Leid zuzufügen.

 

Demgegenüber stehen ca. 12 Sicherheitsmitarbeiter der RWE Power AG und später mehrere Hundertschaften von Polizisten mit Hunden.

 

Aus den Berichten der jungen Menschen haben wir erfahren, dass die Sicherheitsmitarbeiter mit Stöcken bewaffnet waren und die Naturschützer einseitig angegriffen haben.

 

Nach den Skandalen wegen des Verhaltens von privaten Sicherheitsmitarbeitern in den Flüchtlingsheimen möchten wir nun gerne wissen: Welche Ausbildung haben die Sicherheitsleute der RWE Power AG? Welche Qualifikationen werden erwartet? Besteht eine Schulung bzw. Ausbildung im Konfliktmanagement? Haben die Personen eine Fortbildung bzw. Erfahrung in Deeskalation? Soweit wir informiert sind, gibt es eine genaue Festlegung der Kompetenzen von Sicherheitskräften: sie dürfen reden, die Polizei rufen und Menschen mit begrenzten Mitteln festhalten. Würgen, Schlagstockeinsatz, das Benutzen von Kabelbindern, Einsperren in Bauzäunen und Bedrohungen gehören nicht dazu!

 

Uns ist mitgeteilt worden, dass die Sicherheitsmitarbeiter der RWE sich den Naturschützern aggressiv und provokant genähert haben. Sie sollen, mit Stöcken bewaffnet, sich auf einen jungen Mann gestürzt haben und ihn mit Schlägen attackiert haben.

 

Junge Frauen sind nach unseren Informationen auf die Erde gedrückt worden, man hat ihnen die Gelenke verdreht, sie bedroht und beschimpft. Uns wurde von verschiedenen verbalen, sexuell diskriminierenden Äußerungen berichtet. So wurde eine junge Frau ständig mit „Baby“ angesprochen. Außerdem wurde von einer jungen Frau berichtet, die an diesem Tag ein Kleid an hatte, dass man ihr, während sie gefesselt auf dem Boden lag, das Kleid hochgezogen hat. Dies sind eindeutig erniedrigende sexuelle Demütigungen! Den jungen Menschen wurden mit Kabelbindern die Hände verbunden und sie mussten ca. 2 Stunden auf dem Boden liegend ausharren, bis die Polizei kam. Beweismittel dieser Situation wurden beschlagnahmt, durch die Polizei eingezogen und sind bis heute nicht aufgetaucht.

 

Nun kommt unser zweites Unverständnis:

 

Wie kann es sein, dass die Polizei erst ca. 2 Stunden später kam, aber dafür in mehreren Hundertschaften und mit Hunden.

 

Wir vermuten, dass man davon ausging, dass die Naturschützer sich straffällig verhalten haben. Allerdings konnte man die Straftaten nicht benennen. Obwohl es die Aufgabe der Polizei ist, in alle Richtungen zu ermitteln, hat man hier offensichtlich die jungen Menschen vorverurteilt und wie Schwerverbrecher behandelt.

 

Diese unverhältnismäßige Behandlung wurde in den Arrestzellen der Polizei weitergeführt. So hat man ihnen beispielsweise keine vegane Nahrung zukommen lassen.

 

Uns erscheint es absurd, dass man den Naturschützern nicht nur die Rolle der einseitigen Aggressoren zuerkennt, sondern dass sie als „Bombenleger“ diskreditiert werden, so wie es auch in der Presse später verbreitet wurde.

 

Dass im Hambacher Forst Waffen aus dem 2. Weltkrieg liegen, ist hinlänglich bekannt. Den Naturschützern zu unterstellen, diese zu gebrauchen, um Menschen zu schädigen, ist Rufmord.

 

Vielmehr stellen wir uns die Frage, warum solche gefährlichen Kampfstoffe überhaupt noch im Wald liegen und nicht bereits beseitigt bzw. entschärft wurden.

 

Menschen, die bereit sind, für das Allgemeinwohl (Klimaschutz) mit Engagement einzutreten, wurden in der regionalen und überregionalen Presse als Kriminelle dargestellt.

 

Es scheint sich aus unserer Sicht um eine zweckgebundene Kriminalisierung und Propaganda zu handeln, um die privaten Interessen eines Energiekonzerns zu schützen und das unverhältnismäßige Agieren der Polizei zu legitimieren.

 

Wir bezweifeln die Rechtmäßigkeit dieser unverhältnismäßigen Polizeiaktion! Vor diesem Hintergrund bitten wir daher um die umgehende Freilassung des jungen Mannes, der sich noch in Aachen in Haft befindet!

 

Wir bitten die Zuständigen um Klärung und erwarten selbstverständlich von den zuständigen Behörden Neutralität, Unvoreingenommenheit und Augenmaß.

 

So kann es nicht sein, dass bei der Demonstration der Hooligans in Köln bei 5.000 zum Teil alkoholisierten und bekannt gewaltbereiten Demonstranten 1.500 Polizisten im Einsatz waren, und im Hambacher Forst bei höchstens 25–30 Naturschützern mehrere Hundertschaften von Polizisten mit Hunden.

 

Diese Diskrepanz bitten wir zu klären und zu erklären!

Für das Bündnis gegen Braunkohle Thomas Ristow

Absender

Für die Bündnispartner des „Bündnis gegen Braunkohle“

Thomas Ristow

Kierdorfer Str.19

50196 Kerpen